Technikbuch

Am heutigen Beitrag habe ich ganz besonders lang “gebastelt”, was sich in erster Linie auf das dazugehörige Projekt bezieht, nämlich das sogenannte “Technikbuch” der Stampin’Up-Demos. Genauer gesagt handelt es sich um einen Reload des 3. Buchs mit den entsprechenden darin vorgestellten Papierbasteltechniken. Organisiert wurde diese Runde von Stephanie Förstl von “Scheremainpapier”, der ich an dieser Stelle herzlichst für die viele Mühe damit danken möchte!

Jedem registrierten Teilnehmer des Projekts wurde eine Technik und ein Format fürs Project Life-Album zugewiesen, woraufhin ein jeder einen Prototypen erstellte und diesen 48mal verfielfältigte, um alle 49 Exemplare nach Frankfurt zu Stephanie zu senden, welche derzeit dort den Tausch vornimmt und sehr bald jedem einzelnen von uns dann 49 unterschiedliche Techniken zurückschicken wird. Es läuft also im Prinzip genauso wie beim Kartentausch über die Stempelfreunde, nur mit dem Ziel, sich ein Album mit vielen verschiedenen Anregungen und Erklärungen zu erstellen, anhand derer man diese beliebig nachbasteln kann. Ach ja, und mit dem kleinen (aber feinen) Unterschied, dass 49 Exemplare unheimlich viel werden können!

Meine Technik hieß “Anwendungsmöglichkeiten Heißklebepulver”, und ich war zumindest schon mal ganz glücklich, dass ich eine vage Ahnung hatte, was genau man mit Heißklebepulver so anstellen kann – benutzt hatte ich es jedoch zuvor noch nie. Daher habe ich es mir erstmal bei SU! bestellt, und dazu gleich auch noch ein paar Varianten für Stampin’Glitter, denn das ist das Zeug, welches man auf die heiß klebende Fläche streut, damit sie dauerhaft darauf haften möge. Stampin’Glitter ist übrigens auch nicht anders als Glitzerpulver, allerdings eben in den schönen SU!-Farben, und die wollte ich auch ausprobieren. Ich habe mich beim Tauschprojekt für die Farben schwarz und kürbisgelb entschieden, und zusätzlich habe ich ein drittes Produkt zum Vergleich ausprobiert, nämlich azurblauen Flitter von Rayher aus einem Münsteraner Bastelladen.

ballons start

Zunächst habe ich mir in Flüsterweiß den Cardstock zurechtgeschnitten: je 49mal 9,5cmx14,3cm und dann insgesamt 98mal 7,4cmx5cm. Die größten Kartonstücke habe ich als Basis für die Technik genutzt, auf die kleineren Stücke habe ich die Materialliste und eine Kurzanleitung gedruckt.

Eine ganz kurze Anleitung liegt übrigens auch dem Heißklebepulver bei, und das lautet so: “1) Stempeln Sie das Motiv mit VersaMark Tinte.

2) Streuen Sie das Pulver großzügig auf die feuchte Tinte.

3) Schütten Sie überschüssiges Pulver – eventuell durch vorsichtiges Abklopfen – wieder ab und geben Sie es zurück in den Behälter.

4) Erhitzen Sie das Pulver mit dem Erhitzungsgerät bis es schmilzt und klebrig wird.

5) Geben Sie Glitzerpulver darauf und schütteln oder klopfen Sie überschüssiges Pulver ab.

6) Festigen Sie das Pulver durch erneutes Erhitzen.”

Dass es diese Anleitung gibt, ist sehr sinnvoll, denn wenn man sich die diversen Tutorials auf YouTube oder diversen Blogs ansieht, dann scheint sich bezüglich des letzten Punktes die Bastelwelt nicht ganz einig zu sein. Mein Fazit lautet: in jedem Falle anschließend kurz nochmal erhitzen, damit der Glitterkram nicht wieder abfällt – denn Glitzerpulver hat ansonsten die hartnäckige Eigenschaft, einfach überall zu landen und dort zu bleiben wo es ganz sicher nichts zu suchen hat. Viel wichtiger aber ist der vorsichtige Umgang mit Punkt 4), denn hier entscheiden Bruchteile einer Sekunde über Erfolg oder Misserfolg beim permanenten Beglitzern: Das Pulver muss durchs Erhitzen mit dem Embossingfön schmelzen, darf aber keinesfalls überhitzen/verbrennen, da es ansonsten auch nicht mehr gut klebt! Und wer das schon mal ausprobiert hat, der kann sicher bestätigen, dass der Grat dazwischen ein sehr schmaler ist- ich habe daher nach einigem Rumprobieren immer dann die Hitze weggenommen, wenn sich die ersten Bläschen auf dem Pulver bildeten und möglichst nicht erst dann, wenn es unangenehm stechend zu riechen begann.

ballons start2

Bezüglich des Motivs habe ich mich für Ballons entschieden, die ich mit dem Set “Partyballons” mit VersaMark auf weißen Cardstock aufgestempelt habe. Darauf kam das Pulver:

ballons heißklebepulver

…und gleich nach dem Erhitzen der Stampin’Glitter:

ballons orange

Das hat übrigens bei allen drei Sorten Glitzerkram gleichermaßen gut funktioniert – eigentlich total simpel. Ein zweites Mal kurz erhitzt habe ich die Ballons erstmal etwas antrocknen lassen und danach mit der Ballonstanze ausgestanzt und mit Dimensionals aufgeklebt und die Ballonschnüre schließlich mit Wurstgarn aufgenäht, damit sie nicht wegfliegen.

Ballons

Mithilfe der Wortfensterstanze habe ich die Glitzerpulvernamen für die Nachkommenschaft dokumentiert ausgestanzt und ebenfalls dazugeklebt. Danach kamen die Ballonkarten auf kürbisgelben Cardstock (14,8cmx10,5cm), so dass sie ganz genau in die Hüllen der Project Life Alben passen.

ballons fertig

Versandfertig sahen meine Ballonkarten dann so aus – die übriggebliebenen Ballons habe ich für Geburtstagskarten verwendet.

In den kommenden Tagen werde ich diesen Beitrag noch ein wenig editieren, da ich einige weitere Dinge mit Heißklebepulver ausprobiert habe. Schaut also gern nochmal wieder rein bei Gelegenheit!

Jetzt erwarte ich mit Hochspannung die Ankunft meines Tauschpaketes, dessen Inhalt ich euch sicher gern zeigen kann – in Person, wenn ihr zum Durchblättern vorbeikommt!

 

3 Gedanken zu „Technikbuch

  1. Pingback: Turtles in Love | panem et signa

  2. verena Beitragsautor

    Liebe Tina,
    allerbesten Dank für deinen wohlwollenden Kommentar – auf dein Inhaltsverzeichnis durfte ich ja auch schon einen kurzen Blick werfen, und es ist perfekt! Das braucht keine weitere Deko 🙂
    Nur noch wenige Tage, dann sind unsere Pakete da. Apropos: heute kam dein Paket an, und ich habe den kompletten Inhalt im Schrank versteckt, um nicht in Versuchung zu geraten vor meinem Geburtstag reinzulugen! Tausend Dank schon jetzt – darauf bin ich auch furchtbar gespannt!
    Frohe Pfingsten euch,
    Verena

  3. Tina D.

    Liebe Verena,
    du lieferst hier einen wunderbaren und informativen Bericht zum Technikbuch ab.
    Er macht mich neugierig auf deinen Beitrag. Dabei wurde ich ja zwischendurch mit Bildern von dir versorgt.

    Ich habe dieses Mal das Inhaltsverzeichnis übernommen und mir blieb nicht viel Platz zum dekorieren, da die Teilnehmerliste mit 49 Kolleginnen recht lang ist. Deshalb habe ich einfach einen Anhänger gestaltet, der entweder angetackert oder eingefädelt werden kann.

    Ich freue mich total auf das Technikbuch. Allerdings darf man die Arbeit nicht unterschätzen, die in so einem Projekt steckt. Über Zeit reden wir lieber erst gar nicht. Lach! Wie oft habe ich schon geflucht, wenn man denkt, es geht nicht vorwärts. Aber man hält nachher einen wahren Schatz in den Händen.
    Zu dem du beigetragen hast.
    Dafür vorab schon Mal ein herzliches Dankeschön.
    LG Tina

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