Archiv für den Monat: September 2016

Technikbuch 2 – “Paper Piercing”-Technik

Und wieder eine besondere Technik für euch: Das Paper Piercing!

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Es erinnert zu Recht ein wenig an das Prickeln aus dem Kindergarten, nur dass wir kein Motiv aus dem Blatt herausstechen, sondern durch punktuelles Perforieren einen Akzent um ein Motiv, einen Spruch oder wie in diesem Falle um ein Etikett herum setzen möchten. Oben im Bild seht ihr, dass ich zunächst um den Spruch herum eine ovale gelochte Linie gezogen habe. Später dann hat auch die Kontur des Etiketts noch eine solche Außenlinie erhalten, siehe Bild unten.

Dazu erforderlich sind das Papier-Loch-Werkzeug (#126189), die Stempel- und Perforiermatte (#126199) und die Perforierschablonen Basics (#126187). Es geht denkbar einfach: Schablone aufs Etikett setzen, entlang der vorperforierten Linien nachstechen, fertig!

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Ich habe diese Technik fürs Demonstratorentechnikbuch Nummer 2 angefertigt und für jeden der Teilnehmer einmal vervielfältigt. So sah übrigens mein Beitrag dann fürs Technikbuch aus:

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Nach sovielen Versuchen geht einem das natürlich irgendwann sehr leicht von der Hand, und Spaß gemacht hat es auch. Daher finde ich es umso bedauerlicher, dass sich die Piercingartikel derzeit nicht im SU!-Katalog befinden.

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Kusstechnik (2. Blog Hop für Brot und Stempel!)

Man findet im Internet ja Anleitung für Alles… wie man Bomben bastelt, wie man eine Schwarzwälder Kirschtorte bäckt, wie man sich dezent (!) schminkt, und natürlich auch, wie genau das mit dem Küssen geht. Letzteres wollte ich euch heute zeigen, denn das kann ich ganz besonders gut. Also, macht euch ein Tässchen Tee und holt euch dazu einen Keks, denn es geht los:

Ihr braucht dazu zwei Arten von Stempeln: einen möglichst großflächigen Motivstempel ohne Struktur und einen strukturierten, also beispielsweise ein Muster oder einen Hintergrundstempel. Ziel des Stempelküssens ist es, die Struktur ins Motiv zu bringen. Den Effekt kennen wir von einigen SU-Stempeln, also beispielsweise von diesen hier: Patterned Pets

Im vergangenen Jahr gabe es dann im SU-Jahreskatalog mit dem Stempelset “Du bist fabelhaft” eine Kombination aus solch flächigen und strukturierten Stempeln, die diese Technik einfach prädestinierten, und dazu findet man im Internet inzwischen hinreichend Beispiele. Ich habe daher aus diesem Set lediglich den Stempel “Gut gemacht” verwendet, weil mir dieser so gefällt, und für die Struktur habe ich die “optische Täuschung” aus dem sich im aktuellen Katalog befindlichen Set “Superstar” ausgesucht. du bist fabelhaftSuperstar

Der “Gut gemacht”-Stempel wurde dann auf dem Stempelkissen mit Tinte benetzt, von der ein Teil durch den Strukturstempel beim “Küssen” wieder abgenommen wurde – der Stempelabdruck zeigt dann dieses Muster sanft im Hintergrund, siehe links im Bild.

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Rechts seht ihr ein ähnliches Ergebnis mit dem Stempelset “C is for cat” und dem Hintergrundstempel “Four Patterns”, nur dass ich hier noch einen Schritt weitergegangen bin, denn ich habe nach dem Küssen zunächst den Katzenstempelabdruck aufs weiße Papier gebracht – siehe rechte, etwas dunklere Katze, und danach habe ich den Strukturstempel ebenfalls abgestempelt, denn hier konnte der Musterstempel ja nur dort Tinte aufnehmen, wo die Katze sie zuvor aufgenommen hatte, also stempelte auch dieser nun eine (etwas hellere) Katze mit wesentlich stärkerer Maserung ab. Wichtig ist, dass man nach jeder Runde die Stempel wieder gründlich säubert – nur dann funktioniert es!

Mit dieser Technik lässt sich schön rumspielen, und ich hoffe, dass euch dieser Beitrag dazu ein wenig inspirieren konnte. Gern dürft ihr per Kommentar auf eure Versionen verlinken – ich würde mich freuen, weitere Beispiele zu sehen!

Nun, wenn man von einer solchen Technik dann 41 Exemplare erstellt hat, wie ich das diesmal fürs Technikbuch 1 getan habe, dann hat man den Dreh irgendwann auch raus – daher die ganz große Expertise auf meiner Seite, ist klar, oder? So sahen meine mitsamt der Anleitungen für beide Beispiele zugeschnürten Päckchen aus:

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Inzwischen sind alle Tauschbeiträge bei mir eingetroffen, und ich halte nun ein tolles Technikbuch voll genial kreativer Werke in Händen – großen Dank an alle Teilnehmer und an die Organisatorin Linda Sack für die viele Mühe mit diesem Projekt.

Doch damit nicht genug – ich bin irrsinnig froh, dass ich mit diesem Beitrag am 2. Technik-Blog-Hop, organisiert durch Kerstin Cornelis teilnehmen durfte. Wenn ihr heute diesen Beitrag lest, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ihr von der wunderbaren Angela aus zu mir gefunden habt und als nächstes den Beitrag von Mona sehen möchtet.

Ich hoffe, euch hat dieser Beitrag gefallen – gern dürft ihr mir einen Kommentar hinterlassen – viel Spaß noch beim Weiterhoppen! 🙂 Verena

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